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SHARE YOUR PEACE

Das Projekt zielt darauf ab, die Kompetenzen von Jugendarbeitern in der Friedensbildung zu stärken und ihnen die notwendigen Werkzeuge als Lernressourcen zur Verfügung zu stellen, um junge Menschen zu befähigen, sich aktiv für einen friedlichen Wandel einzusetzen.

Überblick über das Projekt

Jahrhunderte lang war Europa ein Kontinent des Krieges. Nach dem Zweiten Weltkrieg hat sich die Europäische Union (EU) jedoch zu einem äußerst erfolgreichen Friedensprojekt entwickelt und wurde 2012 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Heute stehen Friedenskonsolidierung und Konfliktprävention im Mittelpunkt der EU-Aktivitäten. Ziel der EU ist es, "den Frieden, ihre Werte und das Wohlergehen ihrer Völker zu fördern" (Artikel 3 Absatz 1 EUV in der Fassung des Vertrags von Lissabon) und "den Frieden zu erhalten, Konflikte zu verhüten und die internationale Sicherheit zu stärken" (Artikel 21 Absatz 2). In den letzten Jahren wurde die Fähigkeit der EU, den Frieden zu fördern und zu erhalten, jedoch durch die Zunahme gewaltsamer und komplexer Konflikte in Frage gestellt, wie die Fälle Syrien, Libyen oder Ukraine zeigen, deren Folgen nach wie vor verheerend sind. In der Tat haben diese Konflikte zusammen mit der daraus resultierenden Flüchtlings- und Migrantenkrise dazu beigetragen, die sozialen Spannungen und das Gefühl der Unsicherheit unter den EU-Bürgern zu erhöhen, was einen fruchtbaren Nährboden für fremdenfeindliche, populistische Reaktionen geschaffen hat. 

 

Um diese Herausforderungen zu bewältigen, hat die EU unter anderem daran gedacht, die Jugend in der Friedenskonsolidierung zu fördern und die EU-Politik für Jugend, Frieden und Sicherheit voranzutreiben (Hochrangige Konferenz - "Promoting Youth in Peacebuilding", Mai 2018). Die Führungsrolle junger Menschen und ihre Rolle bei der Verhinderung und Lösung von Konflikten, Gewalt und Extremismus sind jedoch reiche Ressourcen, die für die Schaffung eines nachhaltigen Friedens unerlässlich sind. Die Förderung der Beteiligung junger Menschen an der Friedenskonsolidierung ist jedoch keine leichte Aufgabe, und es bedarf eines sozialen Ansatzes, der junge Menschen mit der Zivilgesellschaft verbindet und ihnen Möglichkeiten, Schulungen und Unterstützung für ihr aktives Engagement und ihre Beteiligung an der Friedenskonsolidierung bietet. In diesem Sinne kann die Jugendarbeit eine wichtige Rolle bei der Entwicklung des Potenzials junger Menschen und ihrer möglichen Rolle als Friedensstifter spielen. In der Tat gehört es zu den Kernaufgaben jeder Jugendorganisation, die Gemeinschaft und insbesondere das jüngere Publikum über die Herausforderungen und die Bedeutung eines Lebens in einer friedlichen Gesellschaft aufzuklären. 

 

Ausgehend von diesen Prämissen haben alle Konsortialpartner (zu denen auch Jugendorganisationen in Georgien und der Ukraine gehören, die in der jüngeren Vergangenheit Krieg erlebt haben) vor der Antragstellung für dieses Projekt eine Bedarfsanalyse durchgeführt, um mehr über die Bedürfnisse und Herausforderungen von Jugendbetreuern in Bezug auf die Friedenserziehung herauszufinden und so die Grundlagen für das Projekt zu schaffen. Die Bedarfsanalyse wurde in jedem Partnerland durchgeführt und die relevanten Daten wurden durch Fokusgruppen und Online-Fragebögen gesammelt; alle Befragten der Bedarfsanalyse waren Jugendarbeiter/Jugendleiter. Die Ergebnisse der Bedarfsanalyse bestätigten, dass in allen Partnerländern auf der Ebene der Jugendorganisationen ein zunehmender Bedarf besteht, das Wissen und die Kompetenzen von Jugendbetreuern im Bereich der Friedensförderung auf den neuesten Stand zu bringen, und dass ein deutlicher Mangel an Materialien und Werkzeugen als Lernressourcen und Trainingsmaterialien für Jugendbetreuer und Fachkräfte im Bereich der Friedensförderung besteht.

 

Folglich zielt SHARE YOUR PEACE darauf ab, die Kompetenzen von Jugendarbeitern in der Friedensbildung zu stärken und ihnen die notwendigen Werkzeuge als Lernressourcen zur Verfügung zu stellen, um junge Menschen in die Lage zu versetzen, proaktiv an einem friedlichen Wandel mitzuwirken, indem sie durch Initiativen auf lokaler Ebene gesellschaftliche Konflikte thematisieren.

 

Die direkte Zielgruppe des Projekts sind Jugendarbeiter, die in der Jugendbildung tätig sind und ihre Fähigkeiten in der Friedensbildung verbessern, während die indirekte Zielgruppe junge Menschen sind, die von den Jugendarbeitern durch die Bereitstellung von qualitativ hochwertigen Jugendbildungsangeboten profitieren werden.
 

Das Projekt umfasst die folgenden Aktivitäten:

- Vier transnationale Treffen.

- Vier intellektuelle Ergebnisse.

- Vier Multiplikator-Veranstaltungen.

- Eine Mobilitätsaktivität (kurzfristige gemeinsame Fortbildungsveranstaltung für Mitarbeiter).

- Lokale Verbreitungsaktivitäten.

Das Projekt wird direkte, positive Auswirkungen auf die verschiedenen Teilnehmer haben, da sie mehr Fachwissen über Friedensbildung erwerben und verstehen werden, wie wichtig es ist, über Kompetenzen in der Friedensbildung und Konfliktprävention zu verfügen, um sie an benachteiligte Jugendliche weiterzugeben. Durch das Peer-Learning unter Jugendarbeitern wird es konkrete Möglichkeiten des interkulturellen Kontakts sowie der Erweiterung der beruflichen Kompetenzen geben, wobei eine vergleichende Beurteilung und Bewertung der Ergebnisse, die Wahrnehmung eines beruflichen Wachstums und eine größere soziale Anerkennung des Bildungsauftrags durch die Beteiligten hinzukommen.